#NassGegenHass am #DayOrange – Flashmob für Seenotrettung

Vergangenen Samstag präsentierte sich den Passanten rund um den Aachener Kugelbrunnen ein ungewöhnliches Bild; rund 30 engagierte Bürgerinnen und Bürger waren unserem Aufruf gefolgt und übergossen sich am frühen Nachmittag zunächst mit Wasser und blieben anschließend reglos auf dem Boden liegen. Damit symbolisierten sie die vielen Ertrunkenen im Mittelmeer, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut zunehmend rücksichtslos ihrem Schicksal überlassen werden.

Laut IOM (Internationale Organisation für Migration) starben in diesem Jahr bereits 1.492 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Seit Wochen wird die, ohnehin schon zivilen Organisationen überlassene, Seenotrettung auf dem Mittelmeer blockiert und kriminalisiert. Dies führte dazu, dass allein im Juni 2018 laut IOM 629 Menschen ertranken, ungefähr so viele, wie in den ersten fünf Monaten des Jahres zusammen. Das ist schon längst weit mehr als unterlassene Hilfeleistung. Das ist kaltes, gezieltes Sterbenlassen, unvereinbar mit den Menschenrechten und dem Seerecht.

Mit der Protestaktion #NassGegenHass haben erstmals Studierende der HFF München vor zwei Wochen gegen die Flüchtlingspolitik der CSU protestiert. Anlass war ein öffentlicher Auftritt des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Er und die Anwesenden sollten so mit der furchtbaren Situation auf dem Mittelmeer konfrontiert werden, wie nun auch die Aachener Bevölkerung.

Der Flashmob in der Aachener Innenstadt fand im Rahmen des europaweiten Aufrufs zum „Day Orange“ der Seebrücke am 04.08. statt. Tausende Menschen zeigten an diesem Tag mit Kundgebungen, Aktionen und orangener Kleidung ihre Solidarität mit Flüchtenden und Seenotrettungsorganisationen.

Einen Artikel über unseren Flashmob findet ihr u.A. im Lokalteil der Aachener Nachrichten vom 06.08.2018.

Flashmob #NassGegenHass am 04.08.2018 (#DayOrange)

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